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Unpublished Paper
Jugendschutz durch Lenkungsabgaben
(2008)
  • Michael Adams
Abstract

im vergangenen Jahrhundert mit ihren Produkten 100 Millionen Menschen weltweit getötet. Für dieses Jahrhundert werden 1 Milliarde Tote erwartet. Da der Beginn einer Raucherkarriere nahezu ausschließlich im Kindes- und Jugendlichenalter liegt, besteht auf Seiten der Zigarettenindustrie der wirtschaftliche Zwang, Kinder und Jugendliche durch offene und verdeckte erkaufanstrengungen zu süchtigen Rauchern zu machen. Bisherige Bemühungen von Eltern, Gesundheitsinstitutionen und Regierungen, die Raucherquote von Kindern und Jugendlichen zu senken, waren nicht hinreichend erfolgreich. Über 1,3 Millionen Minderjährige in Deutschland sind Raucher. Ohne die Beseitigung der wirtschaftlichen Gewinne aus der Verleitung von Kindern und Jugendlichen zum Rauchen werden alle Bemühungen, den Jugendschutz zu verbessern, durch gegenläufige Verkaufsanstrengungen der Tabakindustrie zunichte gemacht. Als Lösung bietet sich eine Erhöhung der Tabaksteuer an, die ausschließlich auf Zigaretten erhoben wird, die von Minderjährigen geraucht werden. Der Steuertarif ist so zu bemessen, dass das Rauchen von Zigaretten durch Minderjährige auch bei Berücksichtigung der zukünftigen Gewinne aus dem Entstehen lebenslanger Raucherkarrieren bei den Zigarettenanbietern zu Verlusten führt. Die vorgeschlagene Lenkungsabgabe belastet die Zigarettenindustrie als Verursacher mit der Verantwortung für den gesundheitspolitisch unerwünschten Konsum ihrer Waren durch Kinder und Jugendliche und führt erstmals zu einem aufrichtigen Bemühen der Industrie, diesen Konsum zu vermeiden.

Keywords
  • Lenkungsabgabe,
  • Jugendschutz,
  • Tabakindustrie
Disciplines
Publication Date
2008
Citation Information
Michael Adams. "Jugendschutz durch Lenkungsabgaben" (2008)
Available at: http://works.bepress.com/michael_adams/2/