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Article
Prozessgestaltung und IT: Von der Unternehmens- zur Konsumentensicht
Zeitschrift für Controlling und Management (ZfCM) (2011)
  • Hubert Oesterle
  • Enrico Senger
Abstract

Kernthesen: 1. Die Wirtschaft nutzt die Informationstechnologie seit über 50 Jahren zur Effizienzsteigerung im Unternehmen (Business Process Redesign). Kundenorientierung bedeutet dabei Blick des Unternehmens auf den Käufer seiner Leistungen, nicht zwangsläufig auf den Konsumenten. 2. Der Konsument – also der private Verbraucher von Waren und Dienstleistungen – erhält eine noch nie dagewesene Vielzahl von Produkten und Services mit überlappenden Funktionalitäten und unverträglichen Standards. Diese Vielfalt überfordert ihn, unabhängig von Alter und Ausbildung. 3. Wenn es dem Konsumenten gut gehen soll (Well-being), müssen wir von ihm auf die Unternehmen schauen, also seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. 4. Unternehmen müssen den Konsumenten nicht nur neue und bessere, sondern auch einfachere Lösungen bieten. Der Erfolg von Apple, YouTube, Facebook u. a. basiert zu einem erheblichen Teil auf dieser Vereinfachung. 5. Nicht der Konsument soll die Technik bedienen, sondern die Technik dem Konsumenten dienen. Stille Konsumentenprozesse lassen den Konsumenten konsumieren und nehmen ihm alles andere (Administration etc.) ab. 6. Technologie in Form von Sensorik und Aktuatorik, in Form von Netzwerken und Mobilität, in Form einfacherer Benutzerschnittstellen und in Form von Standards zur Integration von Teilen drängt in den Markt. 7. Bei erfolgreichen Well-being-Angeboten profitieren Unternehmen von der Zahlungsbereitschaft des Konsumenten für Komfort.

Publication Date
June 1, 2011
Citation Information
Hubert Oesterle and Enrico Senger. "Prozessgestaltung und IT: Von der Unternehmens- zur Konsumentensicht" Zeitschrift für Controlling und Management (ZfCM) Vol. Sonderheft 2 (2011)
Available at: http://works.bepress.com/enrico_senger/10/